Aus der SMV Arbeit heraus hat sich die Ausbildung unserer Schülerstreitschlichter und Schlichterinnen
ergeben.
In dieser Ausbildung haben sich die Schüler schwerpunktmäßig mit der Entstehung von und mit dem
Umgang mit Konflikten sowie mit Strategien zur Konfliktlösung beschäftigt. Sie haben gelernt, den
Schülern aktiv zuzuhören und durch die Reflektion der ihnen vorgetragenen Probleme die Streitenden dazu
zu bringen, selbst eine Lösung ihres Konfliktes zu finden. Die Schüler unterschreiben einen Vertrag, in
dem sie festhalten, wie sie in Zukunft miteinander umgehen wollen. Sie verpflichten sich diesen Vertrag einzuhalten
und nach einer geraumen Zeitapanne wird überprüft, ob sie sich wirklich daran gehalten haben.
Auf diese Weise konnten viele Konflikte ohne Strafmaßnahmen langfristig gelöst werden.

Der Schulsanitätsdienst wird am Mo, den 06. Juli 2009 starten.
Die Schulsanitäter sind überwiegend Schüler der 7. und der 8. Klassenstufe der Realschule. Sie sind
vor der ersten Stunde und in den beiden großen Pausen in der Sanitätsstation im Foyer anzutreffen. In der
Mittagspause sind die Sanitäter im Sanitätszimmer auf Bereitschaft.
Die Schulsanitäter haben eine Sanitätsausbildung und sind für alle kleineren und größeren
Wehwehchen eure Ansprechpartner. Wendet euch also im Fall der Fälle ab sofort an den Schulsanitätsdienst.
Zu erkennen sind die Schulsanitäter an auffälligen, gelb leuchtenden Westen mit dem Rückenaufdruck
"Schulsanitätsdienst der LvK-Schule".
In wichtigen Fällen kann der Sanitätsdienst auch während des Unterrichts durch das Sekretariat
ausgerufen werden.
Es haben immer zwei Sanitäter/Sanitäterinnen Dienst.
Nach der Mittagspause endet der Dienst der Schulsanitäter. Wendet euch während der Nachmittagsstunden
weiterhin bei Problemen an die Lehrer oder das Sekretariat.
Bei speziellen Fragen wendet euch bitte an Herrn Breuer.
Struktur und Organisation SSD (Schulsanitätsdienst)
Der Schulsanitätsdienst an der LvK-Realschule ist in das TOP SE in der Klassenstufe 7 integriert.
Er ist folgendermaßen aufgebaut:
Der SSD ist ein sozial wichtiges und integratives Element an der LvK-Schule.
Er unterstützt das Prinzip Schüler helfen Schüler und fördert dabei deren Verantwortung
und Selbständigkeit, ihre Fähigkeiten zur Teamarbeit. Der dafür erworbene
Erste-Hilfe-Schein ist u.U. einsetzbar für diverse Führerscheine.
Die Ausbildung erfolgt in der 7. Klasse. Maximal 20 Schülerinnen und Schüler werden
im Blockunterricht am Nachmittag zu Schulsanitäter/Innen ausgebildet. An 4 Terminen à 4 Schulstunden
finden diese Ausbildungsblöcke in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Bühl statt.
Gegen Ende der Klassenstufe 7 werden die neuen Sanis in die Dienstpläne integriert. Zusätzlich wird in
Kooperation mit dem Jugendrotkreuz mindestens einmal in zwei Monaten eine Gruppenstunde stattfinden, um die Erste-
Hilfe-Kompetenz zu erhalten und auszubauen.
In der 8. Klasse findet dann der Einsatz der Sanis im Duo entsprechend der Dienstpläne statt. (Vermutlich alle
7-10 Schultage ein Einsatztag). Zusätzlich wird in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz mindestens einmal im
Monat eine Gruppenstunde stattfinden, um die Erste-Hilfe-Kompetenz zu erhalten und auszubauen. Auch bei besonderen
schulischen Veranstaltungen (Sportveranstaltungen, Sporttagen, …) kann der SSD eingesetzt werden.
Die Schulsanitäter leisten in ihrem Einsatz z.B. die Versorgung und Ersthilfe bei Unfällen in der
Schule und sind mitverantwortlich für die Kontrolle, Ergänzung und Instandhaltung der Erste-Hilfe-
Einrichtungen insbesondere der Erste-Hilfe-Verbandsmittel.
Dazu werden sie ausgebildet fü folgende Vorfälle bzw. Aufgaben und Tätigkeiten:
Zur Zeit wird an unserer Schule für einige Sechstklässler eine Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag angeboten (mittwochs und donnerstags). 2 Schüler der 8. Klasse betreuen dabei die jüngeren Schüler. Im nächsten Schuljahr (2011/12) könnte dieses Angebot auf alle Schüler ausgedehnt werden. Dann wird ein Erwachsener gegen ein geringes Entgeld an 4 Nachmittagen die Schüler betreuen.
Die Lothar-von-Kübel-Schule unterstützt eine Schule in Tansania
Am letzten Dienstag besuchte Herr Gredel je eine Stunde die Grundschule und die Haupt- und Realschule, um
über eines unserer drei Spendenprojekte zu berichten. Er verbrachte im letzten Sommer drei Wochen in Tansania,
um sich über die unterstützten Schulen zu informieren. Er führte uns Fotos und ein Video über
zwei Schulen in Tansania vor.
Eine der Schulen ist in Poli Singisi. Diese Ortschaft liegt in der Nähe von Arusha, nicht weit von dem
berühmten Berg Kilimandscharo. Dort haben Ordensschwestern mit ihrem Konvent den Aufbau einer
weiterführenden Mädchenschule (ab Klasse 7) begonnen. Bildung, gerade für Mädchen, ist in
diesem Land ein sehr hohes Gut, denn auf den Schultern der Frauen liegt die gesellschaftliche Hauptlast in Tansania.
So verrichten sie die landwirtschaftliche Arbeit, sorgen um den Haushalt und die Kindererziehung. Inzwischen
besuchen 92 Schülerinnen diese Schule. Die Schülerinnen müssen derzeit in zwei Klassenräumen
schlafen, da das benötige Wohnheim noch nicht fertig gestellt ist. Im nächsten Frühjahr sollen
weitere 42 Schülerinnen aufgenommen werden. Erstes Ziel ist es jetzt, das Wohnheim zumindest teilweise fertig
zu stellen. In Tansania ist ein Internat nötig, um die staatliche Anerkennung zu bekommen, denn die Kinder
kommen oft aus einem Umkreis von 100 km zu einer Schule. Auch haben die Kinder so die Chance und Zeit, ihre
Hausaufgaben zu erledigen und ihre Lernzeiten einzuhalten. Herr Gredel berichtete, dass es vollkommen normal sei,
die Schülerinnen samstags und sonntags abends beim Lernen im Unterrichtsraum anzutreffen.
Die Schülerinnen erhalten in der Schule auch die Getränke und Nahrungsmittel. Tansania ist eines der
ärmsten Länder der Erde. Viele Familien schicken deshalb (trotz Grundschulpflicht) ihre Kinder nicht zur
Schule, da sie bei der Feldarbeit helfen sollen.
Die Schulgebäude werden von Eltern, den Lehrkräften und den Schüler/innen selbst gebaut. In
mühevoller Arbeit werden Lehmsteine geformt, gebrannt und aufgebaut.
Ab der 7. Klasse muss ein Schulgeld (300 Euro im Jahr) bezahlt werden. Schulkleidung ist ab der Grundschule
(Klasse 1 bis 6) Pflicht. Auf diese Schulkleidung sind alle Schülerinnen sehr stolz. Oftmals muss aus
Spendengeldern die Schul- und Kleidungsgelder für die Schüler/innen aus den ärmsten
Verhältnissen bezahlt werden, denn der Durchschnittsverdienst der Landbevölkerung liegt bei 15 Euro im
Monat.
Die Spendengelder werden auch für Unterrichtsmaterialien und die Einrichtung der Klassenzimmer und
Fachräume benutzt.
Im Anschluss an seinen Vortrag überreichten zwei Schüler im Namen der Lothar-von-Kübel-Schule Herrn
Gredel einen Scheck in Höhe von 1000 €. Allen Spendern sei hier ein herzliches Dankeschön und die
Versicherung übermittelt, dass unser Geld sinnvoll und vollständig in dieser Schule ankommt.
Für die Grund-, Haupt- und Realschule (C. Hagel)