Schüler helfen Schülern
Kiwanisclub Aida unterstützt die Haupt- und Realschule in Sinzheim
Vor den Herbstferien wurde das Schulprojekt "Schüler helfen Schülern" an der Lothar-von-Kübel-Schule
eingeführt. Die Lothar-von-Kübel-Realschule ist die vierte Schule, die vom Kiwanisclub Aida protegiert
wird. Präsidentin Ursula Rauch übergab gemeinsam mit ihrem Team einen symbolischen Scheck in Höhe
von 2000 EURO. Mit diesem Geld soll das Sozialprojekt "Schüler helfen Schülern" finanziert werden. Das
Projekt sieht vor, dass ältere Schüler jüngeren Schülern Lernunterstützung geben. Die
unterrichtenden Schüler erhalten dafür einen fest vereinbarten Stundensatz. Mindestens die Hälfte
des Betrags wird vom Kiwanisclub bezahlt; den Rest der Gebühren müssen die Eltern aufbringen. Mit einem
Budget von 2000 EURO lassen sich rund 285 Nachhilfestunden finanzieren. Der Zeitraum hierfür ist nicht
festgelegt. "Wenn die Schulen merken, dass das Geld langsam zu Ende geht, können sie sich an uns wenden.
Sie müssen uns eine Erfolgsbilanz vorlegen, aus der wir ersehen können, was mit dem bislang zur
Verfügung gestellten Geld erreicht wurde. Dann kann eventuell aufgestockt werden", berichtet Gabriele Leoff,
Pressesprecherin des Kiwanisclubs Aida.
"Wir haben uns deshalb für die Realschule als vierte geförderte Schule entschieden, weil sie Haupt- und
Realschule verbindet. Hier sind zwei Schularten unmittelbar benachbart und können sich gegenseitig
unterstützen, erklärte Ursula Rauch.
Landrat Jürgen Bäuerle dankte im Namen des Landkreises für das Engagement der Kiewanisklubs Aida.
Man habe die Probleme im Bildungsbereich erkannt und der Kiwanisclub finanziere in Eigenregie "einen wunderbaren
Mosaikstein". Er freue sich, dass der Kiwanisclub bei seiner Förderung alle vier Schultypen
berücksichtigt habe.
Auch Hildegard Henkel, Leiterin der Lothar-von-Kübel-Realschule, zeigte sich angetan von der
Förderinitiative der Kiwanier. Das Angebot, kostengünstig Nachhilfe anbieten zu können, sei sehr
hilfreich. Dies verlange, dass die Klassenlehrer miteinander kooperieren und kommunizieren, damit geeignete
Schüler, die unterrichten können, gefunden werden. Nicht außer acht gelassen werden soll, dass auch
gute Hauptschüler jüngere Mitschüler unterrichten können. Das stärke das
Selbstwertgefühl und sorge für einen Wissenstransfer.
Worte des Dankes sprach auch Sinzheims Bürgermeister Hans Metzner aus. "Wir möchten uns bedanken, dass
unsere Schule bedacht worden ist. Wichtig ist es, dass die Kinder mitmachen und die Eltern die Chance erkennen."
Das Sozialprojekt wird künftig von Yvonne Geiges (Vertreterin der Schülermitverantwortung SMV) und Sandra
Schmidt, pädagogische Assistentin, sowie dem Schulsozialarbeiter Frank Fröhlich koordiniert. Ihre Freude
über die Förderung zum Ausdruck brachten auch Andreas von der Forst und Thomas Pföhler (Schulleitung
der Grund- und Hauptschule) und Christoph Hagel (Konrektor der Realschule).
Allen Eltern der Haupt- und Realschule werden demnächst in einem Elternbrief die Möglichkeiten und
Bedingungen dieser Unterstützungsmaßnahme erläutert, um bei Bedarf auf dieses Angebot einzugehen.